Süddeutscher Verlag München

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Architektur

Bauherr: Süddeutscher Verlag
Architekt: GKK Architekten Berlin
Planer: LXon, München; Schmidt König Lichtplaner
Ort: München
Land: Germany
Baujahr: 2009

Leuchten

Innenbeleuchtung:- ELDACON® Sonderleuchten
- Quadrature® Einbauleuchten
- Lunis®
- Lunis® C Sonderleuchten
- Comfit® XS
- Monsun®
- Sonderlichtkanäle

Nach mehr als 60 Jahren hat der Süddeutsche Verlag sein Stammhaus im Münchener Zentrum aufgegeben und neben der Druckerei am Stadtrand neu gebaut. Seit November 2008 hat das Unternehmen seinen Sitz in einem 28 Etagen umfassenden Hochhaus mit angegliedertem Flachbau. Das Duo bietet nicht nur moderne Arbeitsbedingungen für rund 1850 Mitarbeiter, es erlaubt auch einen absolut energieeffizienten Gebäudebetrieb und bietet dem Hausherrn enorme Flexibilität hinsichtlich des Raumkonzeptes. An allen drei Qualitäten hat das Beleuchtungskonzept von Siteco einen maßgeblichen Anteil.

Eine zentrale Forderung des Bauherrn war eine flexible Technik. Die Arbeitsprozesse in der Medienbranche wandeln sich schnell, der Verlag rechnet daher auch während des Betriebs mit reger Umzugstätigkeit. Im Idealfall sollte die Anpassungsfähigkeit der Raumgeometrien und der Gebäudetechnik soweit gehen, dass auch jederzeit vermietet werden kann. Ein weiteres, sich über alle Gewerke erstreckendes Motiv war die Energieeffizienz. Das Verlagsgebäude wurde durch das U.S. Green Building Council mit dem Zertifikat „Leadership in Energy and Environmental Design“ in Gold bewertet. Dieses Label evaluiert interdisziplinär und mit großer Detailtiefe Ressourcen schonenden Bau und Betrieb, Nachhaltigkeit und Innovationsgehalt von Gebäuden.

Um den komplexen Forderungskatalog seitens der Lichtplanung zufriedenstellend zu beantworten, kommt eine sowohl effiziente als auch relativ junge Technologie zum Einsatz: In allen unmittelbar hinter der Fassade liegenden Räumen, ob Großraum- oder Zellenbüro, ob Besprechungs- oder Verkehrszone, schweben Mikroprismenstrukturen: 6000 ELDACON® Sonderleuchten sind rahmenlos in die unter den Raumdecken abgehängten Akustikpaneele integriert.

Basis für die von Siteco entwickelte ELDACON® Lichtlenkungstechnologie sind mehrlagige, hochpräzise Mikroprismenstrukturen aus Kunststoff, die als Leuchtenabdeckung verwendet werden. Das Zusammenspiel von Wirkflanken (Weiterleitung des Lichts) und Störflanken (Auskopplung des Lichts) der Mikrostrukturen ist genau aufeinander abgestimmt und sorgt für exakt determinierte Lichtverteilungen mit hoher Gleichmäßigkeit, ohne Direkt- und ohne Reflexblendung. Einerseits lassen sich mit den präzisen Refraktorstrukturen die hohen Lichtströme und Oberflächenleuchtdichten moderner T5-Lampen besser beherrschen als mit herkömmlichen Spiegelrastern, andererseits spielt es dank Rundumentblendung und kompletter Abdeckung des Leuchtmittels keine Rolle, wie Arbeitsplatz und Leuchte zueinander angeordnet sind. Speziell bei dieser Anwendung bringt die ELDACON® Technologie noch einen weiteren Vorteil: Die Verwendung von Kunststoffflächen ist aus akustischer Sicht viel vorteilhafter, als es der Einbau von Aluminiumreflektoren gewesen wäre. Letztere hätten inmitten der Akustikpaneele einen ihre Wirkung mindernden schallharten Sektor geschaffen.

Bei den Sonderleuchten im Süddeutschen Verlag befinden sich hinter den ELDACON® Lichtlenkmodulen je zwei T5-Lampen (28Watt oder 35Watt), die mit elektronischen DALI Vorschaltgeräten betrieben werden. In Summe ergibt dies eine Leuchte mit einem besonders hohen Wirkungsgrad.

Der flächenbündige Einbau der Leuchten in die Akustiksegel schafft ein ruhiges Deckenbild und einen sehr lichten Raumeindruck. Dieser wird durch einen kleinen (8%) Indirektlichtanteil noch verstärkt. Er hellt die Decken auf, was den Raumeindruck freundlich und die Außenansicht des Gebäudes bei Dunkelheit lebendig macht.

Effizienz und Blendfreiheit der ELDACON® Lichtlenkungstechnologie nutzen auch die Quadrature Einbauleuchten, die als Alternative zu den Sonderleuchten dort installiert wurden, wo keine Akustikpaneele abgehängt werden konnten. Kleine Meetingräume in der Gebäudetiefe werden zum Beispiel durch deckenintegrierte Quadrature Langfeldleuchten erhellt. Bei ihnen erfolgt die primäre Lichtlenkung mit einem hochglänzenden Spiegel-Reflektor und erst danach tritt das Licht blendfrei durch eine Prismenscheibe nach unten aus. Auch hier sind bildschirmtaugliche Beleuchtung, weiche Helligkeitsübergänge, ausgewogene Schattigkeit sowie gute vertikale und zylindrische Beleuchtungsstärken das Ergebnis.

Auf das Zusammenspiel der energieeffizienten lichttechnischen Komponenten, wie Prismenraster, moderne T5-Lampen und Vorschaltgeräte mit Cut-Off-Technik, setzt eine intelligente Lichtsteuerung auf. Sie regelt tageslicht- und präsenzabhängig das komplexe Zusammenspiel der Beleuchtung und des innenliegenden Sonnenschutzes. Die DALI Vorschaltgeräte ermöglichen die bedarfsabhängige Bildung von Leuchtengruppen und deren Schaltung und Ansteuerung. Über ein Gateway ist die DALI Steuerung an die zentrale Gebäudeleittechnik angeschlossen, die über LON erfolgt. An Bedieninterfaces in den einzelnen Räumen kann der Nutzer die Vorgaben der Technik nach seinen Präferenzen beeinflussen.


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