Architektur
| Bauherr: |
Kiba, Wien |
| Architekt: |
Requat & Reinthaller, Wien |
| Planer: |
TB f. Elektrotechnik, Wien |
| Ort: |
Wien |
| Land: |
Österreich |
| Baujahr: |
2006 |
Leuchten
| Außenbeleuchtung: | - 132 Stk. A2 Maxi Fluter, 2000 W - 140 Stk. R2 Maxi Scheinwerfer, 2000 W - 112 Stk. A2 Mini, 150 W - 112 Stk. A2 Midi, 250 W |
Ernst-Happel-Stadion mit neuer Beleuchtung
Das Wiener Ernst-Happel-Stadion ist eines der Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft, die 2008 in Österreich und der Schweiz stattfindet. Bis zur EM wird das Stadion für 18 Mio. Euro umgebaut – die Flutlicht- und Tribünenbeleuchtung wird von Siteco modernisiert.
Das Ernst-Happel-Stadion in Wien ist das größte Stadion Österreichs. Gemäß den Vorgaben der UEFA wurde das Stadion EM-tauglich gemacht. Im Rahmen des Umbaus erhielt das Stadion im Sommer 2005 eine Rasenheizung und wird bis zur EM 2008 auch einen U-Bahn Anschluss erhalten. Auch die Beleuchtungsanlage wird für die Europameisterschaft 2008 erneuert.
Siteco zeichnet sowohl für die Flutlichtanlage als auch für die Tribünen-beleuchtung verantwortlich. Dabei war zu berücksichtigen, dass dieses multifunktionale Stadion sowohl für Fußballturniere als auch für Leichtathletik-wettkämpfe optimal beleuchtet wird und den relevanten Richtlinien zur Flutlichtbeleuchtung mit Em>1400 Lux entspricht.
Die Spielfeldbeleuchtung besteht überwiegend aus A2 Maxi Flutern (132 Stk.) mit 2000 Watt ergänzt von R2 Maxi Scheinwerfern (140 Stk.) mit ebenfalls 2000 Watt. Diese sind wechselweise in insgesamt 6 Sektoren an der Dachkonstruktion angebracht. Während der A2 Maxi eine blendfreie und gleichmäßige Beleuchtung auf dem Fußballfeld schafft, sorgt ein Teil der R2 Maxi Fluter später für die Beleuchtung der Leichtathletikflächen. Je 112 Stk. A2 Mini (150 Watt) und Midi (250 Watt) realisieren indes die Tribünenbeleuchtung.
Eine Besonderheit in diesem Stadion ist die Verwendung von Heißwieder-zündgeräten bei allen Flutern. Durch spezielle Sofort-Heiß-Zündgeräte ist es möglich, Hochdrucklampen, die systembedingt nach einer Spannungsunter-brechung oder einem Netzwischer verlöschen, im heißen Zustand sofort wieder zu zünden (innerhalb von 0,2 Sekunden). Der übliche Abkühlvorgang bis zur Zündwilligkeit der Lampe wie bei normalem Zündgerät ist nicht erforderlich. Leuchten mit Heißwiederzündung sind überall dort unverzichtbar wo eine möglichst unterbrechungsfreie Beleuchtung notwendig ist, wie z.B. in verkehrstechnisch kritischen Bereichen oder auch in Stadien mit TV-live-Übertragungen. Beim Stadion gelang die Realisierung einer völlig unpathetischen, sorgfältig durchgebildeten “High-Tech”-Lösung und dass nach langer Zeit wieder ein technischer Bau als kultureller Beitrag, als Architekturbeispiel gewürdigt werden kann. Die Beleuchtung von Siteco trägt zu diesem Erfolg bei.
Nach dem Tod von Ernst Happel 1992 wurde das Prater Stadion umbenannt und trägt seither den Namen des legendären Spielers und Trainers. Am 8. Juni 2008 wird das erste EM-Spiel im Ernst-Happel-Stadion angepfiffen. Insgesamt sieben EM-Spiele inklusive dem Finale werden im Ernst-Happel-Stadion ausgetragen.
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