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Architektur
Ein Fußballstadion wie ein gigantisches Schlauchboot, das in verschiedenen Farben leuchtet: Das Know-how zweier Unternehmen aus dem Chiemgau machte diese unkonventionelle Lösung möglich. Siteco, Traunreut, und die Firma Covertex, Obing. Von ihr stammen die rautenförmigen Luftkissen, aus denen sich die Stadionhülle zusammensetzt. 2800 solcher Pneus bedecken eine Fassaden- und Dachfläche von rund 60000 Quadratmetern. Die luftige Materialität der Membrankonstruktion bildete die Voraussetzung für die Illumination der Stadionhülle in Weiß (Länderspiele) beziehungsweise in den Vereinsfarben Rot (FC Bayern) und Blau (TSV 1860 München). Um die gewünschten Lichteffekte zu erzielen, sind jedem Luftkissen vier Leuchten zugeordnet. Ein 3,50 Meter langes Leuchtengehäuse enthält sechs Langfeld-Leuchtstofflampen (58 W) sowie drei Vorschaltgeräte. BWF Profiles, Offingen, entwickelte und lieferte für die in der Membranhülle verbauten Leuchten von SITECO die für die farbige Beleuchtung so wichtigen dreifarbigen Diffusor-Abdeckungen. Durch exakte Abstimmung von Leuchtkörper, Leuchtmittel, Alu-Hochglanz-Spiegel und Kunststoffprofil werden die Vereinsfarben auf der Membranhülle erzeugt, indem z. B. bei einem Spiel von FC Bayern München nur die Leuchtmittel unter dem roten Teil der Diffusorprofile eingeschaltet werden. Eigens entwickelte asymmetrische Parabolspiegel sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Kissen. 4250 Sonderleuchten von Siteco sind in 1056 Membrankissen montiert. Neun riesige Ballonleuchten versorgen den Hauptzugangsbereich vor dem Stadion mit Licht. Ihr Ballon-Gehäuse besteht aus schwer entflammbarer Gewebefolie, die mittels eines im Mast befindlichen Lüfters ständig unter Druck gesetzt wird. Vier Lampen (1000 Watt) sitzen auf Auslegern im Ballon; eine spezielle Lichttechnik begrenzt die Leuchtdichte auf der Hülle auf einen Wert kleiner als 3000 cd/m2. Wie bei der Allianz Arena selbst spielen auch bei der Ballonleuchte Technologie und Ästhetik perfekt zusammen. |
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