Formel 1 Rennstrecke, Shanghai

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Architektur

Architekt: Hermann Tilke , Aachen
Planer: Consuline, Italien; Tronsin Illuminating Technique LTD; Siteco
Ort: Shanghai
Land: China

Siteco Spiegel-Werfer-Technik auf Überholspur

Auf 5,45 Kilometer Länge konstruierte der Aachener Streckenarchitekt Hermann Tilke den anspruchsvollen Shanghai International Circuit, der sieben Links- und sieben Rechtskurven umfasst.

Die Architektur der Gebäude, die auf dem Streckengelände errichtet wurden, ist in hohem Maße an die chinesische Geschichte, Natur und Technologie angelehnt. Boxengasse mit Rennkontrollturm sowie Haupttribüne mit Pressezentrum bilden eine zweitorige Anlage und spiegeln so die Bedeutung Shanghais als Tor zur Welt wider. Die Dächer der sich gegenüberliegenden Nebentribünen greifen die Form von Lotusblättern auf und symbolisieren den unabdingbaren, schützenden Ausgleich der Natur zur Technik.

Auch bei der Auswahl der Farben, Rot und Gold, wurde hier nichts dem Zufall oder freikünstlerischer Willkür überlassen. Denn, so die chinesische Philosophie: 'Wenn Glück (Rot) und Macht (Gold) zusammenkommen, ist der Erfolg nicht aufzuhalten'. Trotz dieser vielfältigen Anklänge an die chinesische Kultur ist das neue Prestigeobjekt Shanghais durch dynamische Gebäudeformen und High Tech-Materialien wie glänzendes Aluminium, Glas und Edelstahl geprägt.

Siteco Spiegel-Werfer-Technik beleuchtet die Zugangsbereiche der neuen Formel 1 Rennstrecke in Shanghai. Die Lichtverteilung bewirkt eine scharfe und genaue Abgrenzung der definierten Flächen. Ausschließlich die befestigten Bereiche sollten beleuchtet werden.

Dunkelheit sollte da verbleiben, wo es nachts Sinn macht: auf den Grün- und Rasenflächen. Insgesamt 19 Spiegel-Werfer-Systeme von Siteco beleuchten die Zugangsbereiche der neuen Formel 1 Rennstrecke in Shanghai. Die Indirektsysteme haben eine Höhe von 17 Metern, wobei die Spiegel-Reflektoren in einer Höhe von 13 Metern angebracht sind, die Werfer sind in 7 Metern Höhe platziert. An jedem Mast kommen einer bzw. zwei Scheinwerfer R2 Maxi mit 1000 Watt HIT-Lampen zum Einsatz. Die SiStar Spiegelreflektoren mit einer Fläche von 4,5 m (2,10 x 2,10 Meter) lenken das Licht gleichmäßig aber scharf abgegrenzt auf den Weg. Mit der Spiegel-Werfer-Technik gelang es, Blendung zu reduzieren und gleichzeitig eine hohe Grundausleuchtung der Wege zu erreichen, durchschnittlich 80 lx.

Das Sekundärsystem wurde gestalterisch an die Architektur angepasst. Um die Farbgestaltung des Daches vom Hauptgebäude aufzugreifen, wurde beispielsweise der Spiegel seitlich mit roten Platten verkleidet.


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