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Es ist sicher keine Bühne, auf der sich die ganz große Weltpolitik abspielt. Aber dennoch ist viel beachtet, was unterhalb des Fürstenpalastes von Vaduz in den vergangenen Jahren entstand: Der Landtag von Liechtenstein, entworfen von Göritz Architekten und Werkgefährten aus Hannover. Im Inneren des Ensembles aus „Hohem Haus“ (Parlamentsgebäude), “Langem Haus“ (Abgeordnetengebäude und Fraktionsbüros), „Hortus“ (Gartenanlage) und Peter-Kaiser-Platz mit darunter liegender Tiefgarage erhellen Siteco Beleuchtungslösungen 25 Volksvertretern die Sicht auf die Dinge.
Die Beleuchtung bei diesem beeindruckenden Projekt gestalteten die Kreativen von Licht Kunst Licht. Sie entschieden sich, Lichtlösungen von Siteco in unterschiedlichen Bereichen des repräsentativen Gebäudes einzusetzen. Ziel war es, die Leuchten harmonisch in den Gesamtkontext der Architektur einzubinden und den einmaligen Charakter zu unterstreichen. Dies entspricht auch dem übergeordneten Gestaltungsansatz der Architekten. Der Landtag Vaduz soll sowohl die Bedeutung der politischen Institution zum Ausdruck bringen, als auch bestehende Strukturen fortführen und ihnen einen Rahmen geben.
Siteco Leuchten fanden Anwendung in den Abgeordneten- und Fraktionsbüros des Langen Hauses, im Foyer, in den Konferenzräumen, in der Bibliothek und den Fluren sowie in den Regiekabinen des Hohen Hauses. Vorgabe war, dass die Leuchten integraler Bestandteil der Architektur werden. Optisch dominiert monochrome Homogenität die Materialität und Farbigkeit des Gebäudes, welche durch den Einsatz von mehr als einer Million gebrannter Klinkersteine erreicht wird. Die ocker-sandigen Ziegel setzen sich sanft von der Materialität ihrer Umgebung ab -– von den urbanen Strukturen ebenso wie vom flankierenden Gebirgsmassivs des Rätikon.
Dazu kontrastiert ein dunkler Braunton, in dem alle exponierten metallischen Bauteile gehalten sind. So auch die Quadrature, die in abgehängter Variante als doppellängige Leuchte in den Büros des Langen Hauses installiert wurde. Durch ihr flaches, reduziertes Design wirkt sie sehr filigran und scheint durch ihre minimierten Pendelrohre förmlich unter der Holz-Zwischendecke zu schweben. Dadurch liegt der Fokus allein auf ihrer hervorragenden Lichtwirkung. Dabei wird der Direktanteil durch die ELDACON® Mikroprismenstrukturen blendfrei und gleichmäßig auf die Arbeitsfläche gelenkt. Es entsteht eine ausgewogene Kontrastbildung, die eine angenehme Raumlichtatmosphäre fördert und dabei, unabhängig von der Anordnung der Leuchten im Raum, normgerechte Lichtverhältnisse an Bildschirmarbeitsplätzen erzeugt.
Eine weitere Herausforderung an eine gleichsam funktionelle wie integrative Beleuchtungslösung stellten auch das Foyer, die Konferenzräume und der Bibliotheksbereich des Landtages. Hier sorgt eine Siteco Speziallösung für die Allgemeinbeleuchtung und bewirkt ein interessantes und Aufmerksamkeit förderndes Licht. Die Installationen bestehen aus Bändern mit drei Lunis Einbaudownlights, die sich mit zwei Hexal® a-Leuchten mit Hochglanzreflektor wie bei einer Strichpunktlinie abwechseln, verborgen hinter mattierten Kunststoffscheiben, die flächenbündig in die Holzdecke eingelegt sind. Diese Kombination aus Downlights mit gerichtetem Licht und Langfeldleuchten mit eher breitstrahlender Charakteristik in Verbindung mit einer variablen Lichtsteuerung ermöglicht unterschiedliche Lichtszenarien, die den wechselnden Nutzungen in den einzelnen Bereichen angepasst werden kann.
Die Anforderungen für die Beleuchtung des Flurbereichs des Langen Hauses wurden mit einem einfachen wie raffinierten Trick gelöst. Der Gang des Langen Hauses folgt, wie der Grundriss des Gebäudes, dem Verlauf des Schlossfelsens. Die Hangfußbebauung schließt nicht direkt an, sondern weist bergseitig eine Lichtfuge auf. Der Flur grenzt sich von diesem Lichthof durch eine durchgehende Glasfront ab. Diese Konstellation versorgt die hinteren Räume mit natürlichem Licht, stellt aber auch besondere Aufgaben an die künstliche Beleuchtung: Erwünscht war eine einfache, nahezu „unsichtbare“ Beleuchtung. Gelöst wurde diese Aufgabenstellung mit Siteco Lichtleisten für T16 Lampen mit einem Wandfluterreflektor, die so in die Stirnseite der abgehängten Decke integriert wurden, dass das Licht möglichst flach/streifend auf die Glasfront trifft. Da je flacher der Einfallswinkel, desto größer der Reflektionsgrad, wurden die Flurscheiben zum Teil der Lichttechnik und reflektieren rund 30 Prozent des Lichts auf den Boden. Der übrige Anteil beleuchtet die hangsichernde Wand des Innenhofes. Dadurch bleibt auch bei Nacht der Blickbezug nach Außen erhalten.
Architekt: Hansjörg Göritz, Göritz Architekten und Werkgefährten
Lichtplanung: Licht Kunst Licht
Fotos: Lukas Roth |